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Außergewöhnliche Vernissage in der Fürst Fugger Privatbank

Des Geldes Mehrwert

Cornelius Rinne
„Kunst = Kapital!“ – Der berühmte Ausspruch des deutschen Ausnahmekünstlers Joseph Beuys war am Abend des 2. Februar in den Räumen der Fürst Fugger Privatbank allgegenwärtig. Der Grund? Mit dem renommierten Maler Cornelius Rinne hatte sich ein Individualist die Ehre gegeben, der mit Hilfe seiner Werke Geschichten rund um die Themen Geld und Währung erzählt. Die Ausstellung seiner Bilder bringt das gemalte Geld nun an einen Ort zurück, an dem es sich traditionell am Wohlsten fühlt – in die Räume einer Bank.
Vernissage in der Fürst Fugger Privatbank
Cornelius Rinnes Bilderzyklus „money“ eröffnet neue Perspektiven auf angeschlagene monetäre Strukturen.
Mit dem Skizzenbuch das Leben einfangen
Der im Jahr 1955 in Hannover geborene Künstler Cornelius Rinne ist ein außergewöhnlicher Mensch. Zu jeder Zeit mit seinem Skizzenbuch bewaffnet, hält er Ideen und Konzepte des alltäglichen Lebens fest. Diese lösen bei ihm einen Gedankenprozess aus und führen zu den erstaunlichsten Werken. Seine Kunst sprengt oftmals die Vorstellungskraft und lässt sich keiner bestimmten Stilrichtung zuordnen. Natürlich, die Zusammenarbeit mit dem Surrealisten Richard Oelze und die Tätigkeit im Umfeld des Ausnahmekünstlers Joseph Beuys prägten sein Verständnis von Kunst nachhaltig, Cornelius Rinne hat jedoch seinen eigenen Ausdruck deutlich erkennbar entwickelt.
Prozess-Kunst
Seine Bilder vergleicht Cornelius Rinne gerne mit Kurzgeschichten, ohne konkreten Anfang und mit offenem Ende. Ein Betrachter soll diesen „Stories“ und den darin behandelten Problemen gegenübertreten und nach der „Skizze“ dahinter suchen. Es wird schnell klar: Für den Künstler immens wichtig ist die Auslösung eines Denkprozesses beim Rezipienten und das Anbieten unendlicher Interpretationsmöglichkeiten. Sein Zyklus „money“ steht sinnbildlich für seine Überlegungen. Das Hauptthema: Was passiert, wenn Geld als Teil des gesellschaftlichen Lebens nicht mehr richtig funktioniert?
Geld ist keine Philosophie
„Coins“, „arte e capitale“ oder „black money“ – die meisten der ausgestellten Bilder verweisen schon durch den Namen auf den Inhalt. Dabei möchte Rinne Geld als soziale Prozesse ordnendes System verstanden wissen, das allerdings regelmäßig als zu wichtig erachtet wird. Wesentlich zum Erfolg des Geldes trägt das menschliche Vertrauen bei, das monetären Strukturen entgegen gebracht werden muss. Ist dieses angeschlagen, so leidet auch das Konzept maßgeblich. In einer Zeit der Infragestellung der europäischen Währung Euro ist Cornelius Rinnes Kunst „heiße“ Ware geworden. Seine Kreationen sind künstlerischer Ausdruck gesellschaftlicher Probleme, die nicht an nationalen Landesgrenzen halt machen. Der Bilder-Zyklus „money“ ist noch bis zum 29. März 2012 in den Räumen der Fürst Fugger Privatbank in Nürnberg zu sehen.
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"You shouldn´t carry owls to Athen" - Gerhard Hauschka (rechts im Bild), Direktor der Nürnberger Fürst Fugger Privatbank, stellte den abstrakten Zusammenhang von Bank und Kunst heraus. Auf dem Bild ebenfalls zu sehen: Johannes Graf Fugger, eingerahmt von Henning von der Forst, Vorstandsmitglied der Nürnberger Beteligungs-AG, auf der linken Seite und dem Künstler Cornelius Rinne auf der rechten Seite.
Offizielle Homepage Fürst Fugger Privatbank
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